MAXIMILIAN HORNUNG

10. Fabruar 2012
20:00 Uhr
Meistersingerhalle, Nürnberg
WILD. WILD. WEST.
Leonard Bernstein
Suite aus Fancy Free
Samuel Barber
Violoncellokonzert a-Moll op. 22
Edward MacDowell
Suite Nr. 2 op. 48 Indian
 Details
Solist: Maximilian Hornung, Violoncello
Dirigent: Daniel Boico
FRAGEBOGEN

Was wäre ich geworden, wenn ich nicht im künstlerischen Bereich tätig wäre?
Da ich aus einem musikalischen Umfeld stamme, hätte wahrscheinlich auch die Alternative irgendetwas mit Musik zu tun gehabt. Ein Tonmeister-Studium hätte mich beispielsweise auch sehr interessiert.

Diesen Komponisten konnte ich noch nie leiden:
Ich denke einer der unnötigsten Komponisten auf dieser Welt ist Hector Berlioz (abgesehen vielleicht von der Sinfonie fantastique...). Und dann gibt's so ein paar italienische Opern, bei denen man vor lauter plätschern nicht mal schlafen kann. Grundsätzlich bin ich da aber relativ tolerant, weil ich immer noch daran glaube, dass man aus jedem noch so scheinbaren Müll etwas Spannendes machen kann.

Mein derzeitiger Lieblingskomponist oder Lieblingsmusik:
Gute Frage. Da gibt's eigentlich immer und zu jeder Zeit ein ganzes Spektrum. Und das reicht von Apocalyptica über Ella Fitzgerald bis hin zu Mahler mit Zwischenstopps bei Beethoven oder Brahms, mit einer guten Portion Schubert und einer nicht allzu experimentellen Gegenwart gewürzt, abgeschmeckt mit etwas Frankreich, kurzum alles was auf irgendeine Art und Weise berührt und inspiriert.

Bei diesem Essensgericht werde ich schwach:
Ich bin ein leidenschaftlicher Esser (auch wenn man es mir hoffentlich nicht ansieht ...) und auch ein kleiner Feinschmecker und werde schon alleine bei dem Gedanken an gutes Essen schwach ...

Mein Vorbild aus der Geschichte:
Leonard Bernstein

Dieses Buch würde ich zum Lesen empfehlen
Oh, was Bücher betrifft bin ich eher ein fauler Gelegenheitsleser. Mehr als auf drei bis vier pro Jahr komme ich vermutlich nicht... Regelmäßig lese ich nur Zeitung (und E-Mails ...). Eine Empfehlung für mich wäre da wahrscheinlich hilfreicher ...

Wenn ich König von Deutschland wäre, würde ich ...
... regelmäßige Opern- und Konzertbesuche als Teil der Allgemeinbildung in der Schule als Pflichtfach einführen. Und natürlich Freibier für alle ...:-)

 

BIOGRAFIE

„Keine Frage: Maximilian Hornung ist ein brillanter Cellist, ein grandioses Talent. Natürliche Gelassenheit und aus der Ruhe schöpfende Souveränität bestimmen sein Spiel.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

1986 in Augsburg geboren, erhielt Maximilian Hornung mit acht Jahren seinen ersten Cello-Unterricht. Seine Lehrer waren Eldar Issakadze, Thomas Grossenbacher und David Geringas. Mit dem Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs 2005 begann eine rege Konzerttätigkeit. Er war Gast bei zahlreichen Festivals, darunter Mecklenburg-Vorpommern, Rheingau, Heidelberg, Kissingen, Ludwigsburg, Luzern, Verbier, Ravinia und London, und er konzertierte beispielsweise im Konzerthaus und der Philharmonie Berlin, dem Konzerthaus Wien, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Gewandhaus Leipzig, dem KKL Luzern, der Tonhalle Zürich, dem Herkulessaal in München und der Londoner Wigmore Hall.

Zu seinen Kammermusikpartnern zählen u.a. Anne-Sophie Mutter, Christian Tetzlaff, Lisa Batiashvili, Francois Leleux, Mischa Maisky, Lynn Harrell, Lawrence Power und Milana Chernyavska. Als Cellist des Tecchler Trios, dem er bis 2011 angehörte, gewann er u.a. 2007 den Ersten Preis beim ARD-Musikwettbewerb. Als Solist spielt er regelmäßig mit so renommierten Klangkörpern wie u.a. dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Tschaikowsky-Sinfonieorchester Moskau, dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, den London Mozart Players oder dem Südwestdeutschen, dem Württembergischen und dem Münchener Kammerorchester.

Seine Debüt-CD beim Label GENUIN wurde mit dem französischen Schallplattenpreis „Classique-Info Ring“ ausgezeichnet. Des Weiteren sind eine CD mit der Ersteinspielung des Cellokonzerts von Yehudi Wyner zusammen mit dem Odense Symphony Orchestra (Bridge Records) sowie eine Aufnahme mit Werken von Rachmaninow und Strawinsky erhältlich.

Maximilian Hornung ist 1. Solo-Cellist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und wird als Stipendiat vom Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter Stiftung intensiv unterstützt und gefördert. Im März 2011 ging er gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter auf Tournee und war dabei u.a. in den Philharmonien Köln und Essen, der Laeiszhalle Hamburg, dem Festspielhaus Baden-Baden und dem Wiener Musikverein zu hören.

Seit 2010 nimmt Maximilian Hornung exklusiv für Sony Classical auf. Für seine erste CD „Jump!“ erhielt er den ECHO Klassik-Preis 2011 als Nachwuchskünstler des Jahres und erntete begeisterte Kritiken, so schrieb die Zeit: „Er kontrolliert seinen Ton, er formt ihn hingebungsvoll, aber er bewacht ihn nicht. Seine lautere Musikalität macht stets das Richtige (...) Hornung [ist] von einem anderen Stern. Man entdeckt in seinem Spiel nicht die geringste Unebenheit, keinen stilistischen Krümel. Ein Frühvollendeter, der die Abgebrühtheit eines Routiniers mit der Unbekümmertheit des Springinsfelds verbindet.“ Im Januar 2012 wird die nächste Sony-CD mit Dvořáks Cellokonzert in einer Aufnahme mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Sebastian Tewinkel erscheinen.